Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Völker Chinas
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Als Völker Chinas werden ĂŒber 90 ethnische Gruppen bezeichnet, von denen 56 offiziell als NationalitĂ€ten von der Volksrepublik China anerkannt sind.cite-ref-1[1] Neben den Han, die die Mehrheitsbevölkerung in ganz China stellen (92 % der Gesamtbevölkerung), sind das weitere 55 NationalitĂ€ten. Diese Völker haben einen Status, der der europĂ€ischen Definition einer nationalen Minderheit nahekommt, d. h., sie haben einen juristischen Status, der mit der Garantie bestimmter Rechte u. a. im Bereich des Bildungssystems und der Sprachförderung verbunden ist. Hierbei ist es unerheblich, ob die nationale Minderheit ethnisch auch das Staatsvolk eines anderen Staates bildet (zum Beispiel Mongolen, Koreaner, Kasachen, Vietnamesen), ob sie in mehreren Staaten als Minderheiten lebt (zum Beispiel die Lisu in China, Myanmar, Thailand und Indien, die Jingpo und Wa in China und Myanmar) oder als geschlossene ethnische Gruppe nur in China beheimatet ist (zum Beispiel die Salar, Naxi und She).

Neben diesen 56 anerkannten NationalitĂ€ten gehören auch ĂŒber 20 nicht offiziell anerkannte ethnische Gruppen (zum Beispiel Sherpa, Khmu und Siraya) zu den Völkern Chinas.

Die traditionellen Siedlungsgebiete der ethnischen Minderheiten Chinas umfassen insgesamt ĂŒber 60 % der FlĂ€che Chinas. Nur 18 von ihnen haben eine Bevölkerungszahl, die die Millionengrenze ĂŒbersteigt.

Contents

‱ Begriffe
‱ Chinesen
‱ mĂ­nzĂș
‱ Ureinwohner
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Begriffe

Chinesen

Der Begriff „Chinese“ unterscheidet im Deutschen nicht eindeutig zwischen Staatsangehörigen Chinas und Angehörigen der Han-NationalitĂ€t, also „ethnischen (Han-)Chinesen“. Im Chinesischen werden hingegen fĂŒr den „Chinesen“ als StaatsbĂŒrger (chinesisch 侭朋äșș / äž­ć›œäșș, Pinyin ZhƍngguĂłrĂ©n – „Mensch aus den Mittellanden“) und den „ethnischen Han-Chinesen“ (æŒąæ—äșș / 汉族äșș, HĂ nzĂșrĂ©n oder æŒąäșș / 汉äșș, HĂ nrĂ©n – „Mensch des Han-Volkes“) zwei völlig verschiedene Begriffe verwendet. Der Begriff „Chinese“ (im Sinne von ZhƍngguĂłrĂ©n) enthĂ€lt also keinerlei ethnische Zuschreibung.

mĂ­nzĂș

Der chinesische Begriff mĂ­nzĂș (chinesisch 民族) deckt ein Bedeutungsspektrum ab, das in europĂ€ischen Sprachen von mehreren Wörtern belegt ist: Nation, Volk, NationalitĂ€t, Volksgruppe, Ethnie, ethnische Gruppe. So hat zum Beispiel der Begriff ZhƍnghuĂĄ mĂ­nzĂș (chinesisch äž­ćŽæ°‘æ—) zwei Übersetzungsmöglichkeiten: 1) die „Chinesische Nation“; 2) die „Völker (NationalitĂ€ten) Chinas“. Verbunden mit einem konkreten Ethnonym ersetzt dieses das Zeichen mĂ­n (Menschen, Leute, Volk) und steht nun mit dem verbliebenen zĂș (Klan, Sippe, Lineage) als konkret benannte „NationalitĂ€t“, zum Beispiel HĂ nzĂș (chinesisch 汉族) als die „Han-NationalitĂ€t“, MiĂĄozĂș (chinesisch 苗族) als die „Miao-NationalitĂ€t“ oder ÈwēnkĂšzĂș (chinesisch é„‚æž©ć…‹æ—) als die „Ewenken-NationalitĂ€t“.

Seit den 1980er Jahren wird ZhƍnghuĂĄ MĂ­nzĂș als offizieller Begriff verwendet,cite-ref-bloxhammoses2010-2-0[2] obwohl dieser zuvor abgelehnt worden war. Hierdurch bewegte sich die Volksrepublik weg von dem SelbstverstĂ€ndnis eines durch eigenstĂ€ndige Völker gebildeten Staates hin zu einem Staat mit ethnischen Gruppen einer gemeinsamen NationalitĂ€t.cite-ref-bloxhammoses2010-2-1[2] Diese gemeinsame NationalitĂ€t, welche von den Han dominiert werde, wird unter den Minderheitsvölkern als Herabsetzung wahrgenommen, da sie sich als eigenstĂ€ndige Völker mit einem Recht auf Selbstbestimmung betrachten.cite-ref-3[3]

shǎoshĂč mĂ­nzĂș

In der VR China werden die „Nicht-Han“ summarisch mit dem Begriff shǎoshĂč mĂ­nzĂș (chinesisch ć°‘æ•žæ°‘æ— / ć°‘æ•°æ°‘æ—) bezeichnet, was mit „Minderheiten-Völker“ oder „Minderheiten-NationalitĂ€ten“ ĂŒbersetzt werden kann. Aufgrund des mit der Anerkennung als mĂ­nzĂș verbundenen juristischen Status ist durchaus auch der Begriff nationale Minderheit vertretbar. Wird der Begriff im Chinesischen allerdings unspezifisch verwendet, schließt er in der Regel auch die nicht anerkannten ethnischen Gruppen mit ein. Dann ist in der Übersetzung der allgemeinere Begriff „ethnische Minderheiten“ vorzuziehen. Problematisch an dem Begriff ist auch, dass er die Tatsache einer auf ganz China bezogenen quantitativen Mehrheit der Han in den Vordergrund stellt. Dabei stellen die ethnischen Minderheiten jedoch vielerorts – lokal oder auch regional – die Mehrheit der Bevölkerung.

In diesem Sinn ist zwischen diesen 55 ethnischen Minderheiten (ohne das Han-Mehrheitsvolk) und den 56 ethnischen Gruppen (einschließlich des Han-Volks) zu unterscheiden.

Ureinwohner

In China kann man die „Nicht-Han“ keineswegs generell mit dem Begriff „Ureinwohner“ oder gar „indigene Völker“ von den Han abgrenzen, da auch die Han fast ĂŒberall in China „Ureinwohner“ oder „Indigene“ sind. Schon bei den Tibetern von „Ureinwohnern“ zu sprechen, wĂ€re zwar im Wortsinne richtig, hĂ€tte aber doch einen falschen Beiklang, da sie im grĂ¶ĂŸten Teil ihres traditionellen Siedlungsgebiets, insbesondere in Tibet, nach wie vor die ĂŒberwĂ€ltigende Bevölkerungsmehrheit stellen. Manche ethnische Gruppen der Volksrepublik, zum Beispiel die Russen und die Salar, könnten (als Zuwanderer) ĂŒberhaupt nicht, andere – zum Beispiel die Koreaner – nur sehr eingeschrĂ€nkt als „Ureinwohner“ oder „Indigene“ bezeichnet werden. Auch ein Begriff wie „Randvölker“ trifft nicht auf alle zu, da die Siedlungsgebiete vieler Gruppen die Siedlungsgebiete der Han wie ein Flickenteppich durchziehen.

Zusammenleben der Völker in Geschichte und Gegenwart

Bereits im Prozess seiner Entstehung hat sich China als ethnisch und kulturell heterogener Staat entwickelt. Die Reichseinigung durch den Ersten Kaiser der Qin im Jahre 221 v. Chr. ließ nicht nur verschiedene Staaten verschwinden, sie vereinigte auch verschiedene Völker mit verschiedenen Sprachen und Kulturen in einem Staat. Damit entstanden die Voraussetzungen fĂŒr die Ethnogenese der Han, der Mehrheitsbevölkerung des heutigen China. Aber nicht alle Bevölkerungsgruppen wurden Teil dieses Prozesses. Nicht nur an den RĂ€ndern des Reiches der Mitte, das bereits im Han-Kaiserreich stark expandierte, sondern auch in seinem Inneren konnten sich regional eigenstĂ€ndige, ethnisch und kulturell autochthone Bevölkerungsgruppen erhalten und entwickeln. Zu den historischen Völkern Chinas, die auch an der Entstehung und Entwicklung der heutigen ethnischen Vielfalt des Landes beteiligt waren, gehören unter anderen – um nur einige der wichtigsten zu nennen: Dingling, Fufuluo, Gaoche, Huihe, Minyue, Nanyue, Qidan und Schwarze Qidan, Rouran, Ruzhen (Dschurdschen), Saken, Sushen, Tabgatsch, Tanguten, Tiele, Tocharer, Tujue, Tuyuhun, Wuhu, Wuhuan, Wusun, Xianbei, Xiongnu, Xueyantuo, Yelang, Yuezhi. Einige von ihnen, zum Beispiel die Tabgatsch (Nördliche Wei-Dynastie), Qidan (Liao-Dynastie) und Ruzhen (Jin-Dynastie), beherrschten in ihren Reichen schon frĂŒh mehr Han als Angehörige eigener Ethnien. Es gab sogar zwei chinesische Dynastien, die das ganze Land kontrollierten und deren Herrscher Angehörige ethnischer Minderheiten waren, die Yuan-Dynastie (1279–1368) der Mongolen und die Qing-Dynastie (1644–1911) der Mandschu (Manju). Sie alle begriffen sich selbst keineswegs als „Fremddynastien“, wie sie gern von der europazentrierten Geschichtsschreibung noch genannt werden, sondern als originĂ€re Vertreter des „Konzepts China“ (chinesisch 侭朋 / äž­ć›œ, Pinyin ZhƍngguĂł – „Mittellande“) im Sinne von „Land der Mitte“. UnabhĂ€ngig von der jeweiligen ethnischen Zugehörigkeit des chinesischen Kaiserhauses wurden in allen Dynastien der chinesischen Geschichte Bevölkerungsgruppen immer wieder aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu ethnisch definierten oder sich ethnisch definierenden Gemeinschaften unterdrĂŒckt, vertrieben, verfolgt und bekĂ€mpft.

Erst nach GrĂŒndung der VR China wurde die Gleichberechtigung aller NationalitĂ€ten Chinas verfassungsrechtlich verankert. Heute gibt es neben dem Recht auf Autonomie zahlreiche Maßnahmen der positiven Diskriminierung der „Nationalen Minderheiten“: Zweisprachiger Unterricht ist heute weit verbreitet, bei den quantitativ großen Völkern mit eigener Schriftsprache auch gesetzlich verankert. Angehörige nationaler Minderheiten sind generell von der Ein-Kind-Politik ausgenommen und dĂŒrfen in jedem Fall mindestens zwei Kinder bekommen. In lĂ€ndlichen, dĂŒnn besiedelten Regionen und bei quantitativ sehr kleinen NationalitĂ€ten gibt es regionale und sogar lokale Bestimmungen, die zum Teil wesentlich mehr Kinder pro Familie erlauben. Die VolkszĂ€hlungen der Jahre 1982, 1990 und 2000 haben dementsprechend bei fast allen nationalen Minderheiten Chinas ein deutlich höheres Bevölkerungswachstum als bei den Han festgestellt. Durch festgelegte Quoten sind die nationalen Minderheiten auch in der Politik Chinas ĂŒberreprĂ€sentiert. Ihr prozentualer Anteil an den Abgeordneten des NVK und der Volkskongresse auf den unteren Ebenen, an den Abgeordneten der PKKCV und der Konsultativkonferenzen der unteren Ebenen und selbst an den Delegierten der Parteitage der KPCh ist regelmĂ€ĂŸig höher als ihr Bevölkerungsanteil. Zahlreiche chinesische Politiker sind Angehörige ethnischer Minderheiten. Das höchste Amt erreichte der Mongole Ulanhu, der von 1983 bis 1988 Vize-PrĂ€sident der VR China war.

Die wechselhafte politische Geschichte der VR China wirkte sich allerdings oft negativ auf die Beziehungen zur Han-Bevölkerungsmehrheit aus. Auch wenn Han und Angehörige ethnischer Minderheiten von den negativen Folgen des Großen Sprungs nach vorn (1958/59) und der Kulturrevolution (1966–1976) gleichermaßen betroffen waren, so wurden diese politischen Bewegungen von den Nicht-Han doch ĂŒberwiegend als etwas empfunden, das die ethnische Mehrheit ihnen aufzwang. Daraus resultierend wuchsen ethnische Spannungen und ethnische Konflikte traten hĂ€ufiger auf.

In den zum Teil noch dĂŒnn besiedelten Grenzregionen Chinas (Tibet, Xinjiang, Innere Mongolei) wird der Zuzug von Han von den Einheimischen zum Teil heftig kritisiert. In einigen ihrer traditionellen Siedlungsgebiete, in denen sie nach wie vor die Bevölkerungsmehrheit stellen, drohen diese NationalitĂ€ten jetzt auch regional oder lokal zur Minderheit zu werden. Die Regierung der VR China begrĂŒndet die Han-Migration in Grenzgebiete mit der wirtschaftlichen Entwicklung ungenutzter Ressourcen. Vor allem Vertreter von Exil-Tibetern und Exil-Uiguren vermuten dahinter Maßnahmen gegen separatistische Bestrebungen in ihren Regionen.

Liste der 56 als NationalitÀten anerkannten Völker Chinas

Die Auflistung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge. Die Bezeichnung folgt dem offiziellen Dokument GB/T 3304–1991 (äž­ć›œć„æ°‘æ—ćç§°çš„çœ—é©Źć­—æŻæ‹Œć†™æł•ć’Œä»Łç , ZhƍngguĂł gĂš mĂ­nzĂș mĂ­ngchēng de LuĂłmǎ zĂŹmǔ pÄ«nxiěfǎ hĂ© dĂ imǎ – „Schreibweise und Codes der Namen verschiedener ethnischer Gruppen in China im lateinischen Alphabet“).cite-ref-4[4]

| deutscher Name und andere gebrÀuchliche Bezeichnungen (auch von Untergruppen) | offizielle Bezeichnung | Chinesisch | Pinyin | Eigenbezeichnung | Bevölkerungszahl 2010 1 (2000) | Verbreitungsgebiete in China | eigene Schriftsprache |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Achang , Ngac’ang, Maingtha | Achang | é˜żæ˜Œæ— | ĀchāngzĂș | | 39.583 | 96,15 % in Yunnan , 1,57 % in Guangdong , 0,37 % in Henan | nein |
| Bai , Minjia, | Bai | 癜族 | BĂĄizĂș | Bairt‧zix [pɛ tszÌ©] , Bairt‧zix‧Bairt‧yvnx [pɛ tszÌ© pɛ jáčœÌ©] , Bairt‧horx [pɛ xo] , Bairt‧ngvrt‧zix‧ horx [pɛ ƋvÌ© tszÌ© xo] , Bairt‧yin [pɛ Ä©] ; | 1.936.155 | 80,83 % in Yunnan , 9,27 % in Guizhou , 5,97 % in Hunan , 0,86 % in Guangdong , 0,60 % in Zhejiang | Lateinschrift im Versuchsstadium |
| Blang , Bulang, Samtao, Puman | Blang | ćžƒæœ—æ— | BĂčlǎngzĂș | | 119.692 | 97,39 % in Yunnan , 0,41 % in Guangdong , 0,26 % in Shandong , 0,25 % in Zhejiang | nein |
| Bonan , Baoan, Pao-an | Bonan | äżćź‰æ— | Bǎo’ānzĂș | | 20.077 | 90,50 % in Gansu , 4,50 % in Qinghai , 2,83 % in Xinjiang | nein |
| Bouyei | Buyei | ćžƒäŸæ— | BĂčyÄ«zĂș | Buxqyaix [pu ʔjai] | 2.871.825 | 87,42 % in Guizhou , 4,38 % in Zhejiang , 2,24 % in Guangdong , 2,05 % in Yunnan | Bouyei-Schrift |
| Dai , Tai, Shan | Dai | ć‚Łæ— | DǎizĂș | tai | 1.261.905 | 98,55 % in Yunnan , 0,6 % in Sichuan | Tai LĂŒ , Tai NĂŒa , Tai Dam (wird in Jinping noch geschrieben), Tai Pong (heute nur noch in Myanmar ); siehe auch Tai Le und Tai LĂŒe |
| Daur , Dahuren, Daguren, Daghur | Daur | èŸŸæ–Ąć°”æ— | DĂĄwĂČ’ěrzĂș | Daor | 132.252 | 58,3 % in der Inneren Mongolei , 32,9 % in Heilongjiang , 4,2 % in Xinjiang , 1 % in Liaoning | Lateinschrift im Versuchsstadium |
| De’ang , Deang, Palaung, Benglong | De’ang | ćŸ·æ˜‚æ— | Dé’ångzĂș | | 20.557 | 99,3 % in Yunnan | nein |
| Derung , Drung, Dulong | Derung | ç‹ŹéŸ™æ— | DĂșlĂłngzĂș | tÉŻÉčɯƋ | 6.933 | 79,2 % in Yunnan , 2,6 % in der Inneren Mongolei , 2,3 % in Liaoning , 1,7 % in Chongqing , 1,7 % in Shanxi , 1,35 % in Shandong , 1,3 % in Anhui , 1,1 % in Guizhou | nein |
| Dong , Kam | Dong | 䟗族 | DĂČngzĂș | Gaeml [kɐm] | 2.882.866 | 55 % in Guizhou , 28,45 % in Hunan , 10,2 % in Guangxi , 2,4 % in Hubei , 1,9 % in Guangdong , 0,6 % in Zhejiang | Dong-Schrift mit lateinischem Alphabet |
| Dongxiang , Santa | Dongxiang | 侜äčĄæ— | DƍngxiāngzĂș | Santa , Sarta | 621.551 | 87,9 % in Gansu , 10,9 % in Xinjiang , 0,5 % in Qinghai | nein |
| Ewenken | Ewenki | é„‚æž©ć…‹æ— | ÈwēnkĂšzĂș | EweƋki | 30.960 | 84,43 % in der Inneren Mongolei , 8,55 % in Heilongjiang , 1,45 % in Liaoning , 1,40 % in Peking | nicht in China |
| Gaoshan | Gaoshan | é«˜ć±±æ— | GāoshānzĂș | | 4.015 | 19,43 % in Henan , 10,54 % in Fujian , 6,92 % in Guangxi , 5,26 % in Liaoning , 5,18 % in Hebei , 4,76 % in Guizhou und darĂŒber hinaus in ganz China | nein |
| Gelao , Gelo | Gelao | ä»ĄäœŹæ— | GēlǎozĂș | klau | 551.378 | 96,5 % in Guizhou , 1 % in Guangdong , 0,7 % in Guangxi | nein |
| Han | Han | 汉族 | HĂ nzĂș | 汉族 | 1.223.042.834 | ganz China | Chinesische Schrift |
| Hani , Akha, Aini, Yani, Woni | Hani | ć“ˆć°Œæ— | HānĂ­zĂș | Haqniq | 1.661.763 | 99 % in Yunnan | Hani-Schrift , mit lateinischem Alphabet |
| Hezhen , Golden, Nanai, Kilen | Hezhen | 蔫ć“Č族 | HĂšzhĂ©zĂș | xədʑən , nanio , kilən | 5.378 | 84,3 % in Heilongjiang , 4,1 % in Jilin , 1,8 % in Peking , 1,8 % in Liaoning , 1,2 % in der Inneren Mongolei | nein |
| Hui-Chinesen , Hui, Huihui, Dunganen , chinesische Muslime | Hui | ć›žæ— | HuĂ­zĂș | ć›žæ°‘, ć›žæ— | 10.595.946 | 20,52 % in Ningxia , 11,88 % in Gansu , 9,28 % in Xinjiang , 9,04 % in Henan , 7,87 % in Qinghai , 6,59 % in Yunnan , 5,38 % in Hebei und darĂŒber hinaus in ganz China | nicht in China |
| Jingpo , Kachin, Jingpho, Tsaiva, Lechi | Jingpo | æ™Żéą‡æ— | JǐngpƍzĂș | | 147.919 | 98,5 % in Yunnan | Zaiwa-Schrift mit lateinischem Alphabet |
| Jino | Jino | ćŸșèŻș族 | JÄ«nuĂČzĂș | tɕyno , kino | 23.165 | 99 % in Yunnan | nein |
| Kasachen | Kazak | ć“ˆèšć…‹æ— | HāsĂ kĂšzĂș | ÒšĐ°Đ·Đ°Ò›Ń‚Đ°Ń€, Qazaqtar | 1.463.012 | 99,6 % in Xinjiang , 0,24 % in Gansu | Kasachisch in leicht modifizierter arabischer Schrift |
| Kirgisen | Kirgiz | æŸŻć°”ć…‹ć­œæ— | Kē’ěrkĂšzÄ«zĂș | КыргызЎар, Kyrgyzdar | 186.756 | 98,7 % in Xinjiang , 0,9 % in Heilongjiang | Kirgisisch in leicht modifizierter arabischer Schrift |
| Koreaner | Chosen | 朝éČœæ— | ChĂĄoxiǎnzĂș | ìĄ°ì„ ìĄ± [ʧʰosɔnÊ€uk] | 1.832.179 | 59,6 % in Jilin , 20,2 % in Heilongjiang , 12,5 % in Liaoning , 1,4 % in Shandong , 1,1 % in der Inneren Mongolei , 1,1 % in Peking | Koreanische Schrift |
| Lahu , Lohei, Kawzhawd, Kucong | Lahu | 拉焜族 | LāhĂčzĂș | | 486.101 | 98,7 % in Yunnan | Lahu-Schrift mit lateinischem Alphabet |
| Lhoba , Lopa, Adi, Abor, Idu Mishmi, Midu, Miri, Tangam | Lhoba | çžć·Žæ— | LuĂČbāzĂș | | 3.689 | 94,58 % in Tibet , 2,3 % in Guizhou , 0,43 % in Fujian , 0,3 % in Peking , 0,3 % in Liaoning | nein |
| Li | Li | 黎族 | LĂ­zĂș | | 1.464.074 | 93,9 % in Hainan , 4,5 % in Guizhou , 0,5 % in Guangdong | Li-Schrift mit lateinischem Alphabet |
| Lisu | Lisu | ć‚ˆćƒłæ— | LĂŹsĂčzĂș | | 703.126 | 96 % in Yunnan , 2,9 % in Sichuan | Lisu-Schrift , siehe auch Fraser-Schrift |
| Mandschu , Manju, Mandschuren | Man | æ»Ąæ— | MǎnzĂș | Manju | 10.410.585 | 50,4 % in Liaoning , 19,8 % in Hebei , 9,7 % in Heilongjiang , 9,3 % in Jilin , 4,7 % in der Inneren Mongolei , 2,3 % in Peking | die Mandschurische Schrift wird außerhalb der Mandschuristik nur noch wenig verwendet |
| Maonan , Yanghuang | Maonan | æŻ›ć—æ— | MĂĄonĂĄnzĂș | | 101.258 | 68,7 % in Guangxi , 29,15 % in Guizhou , 1,2 % in Guangdong | nein |
| Miao , MĂšo, HmĂŽng ; Thai: àčàžĄàč‰àž§ (Maew), àžĄàč‰àž‡ (Mong) | Miao | 苗族 | MiĂĄozĂș | | 9.432.810 | 48,1 % in Guizhou , 21,5 % in Hunan , 11,7 % in Yunnan , 5,6 % in Chongqing , 5,2 % in Guangxi , 2,4 % in Hubei , 1,65 % in Sichuan , 1,35 % in Guangdong , 0,7 % in Hainan , 0,6 % in Zhejiang | mehrere Miao-Schriften |
| Monba , Moinba, Monpa | Monba | é—šć·Žæ— | MĂ©nbāzĂș | | 10.573 | 95,05 % in Tibet , 1,3 % in Sichuan , 1 % in Shanghai | nein |
| Mongolen | Mongol | è’™ć€æ— | MěnggǔzĂș | MoƋgol | 5.990.779 | 68,7 % in der Inneren Mongolei , 11,5 % in Liaoning , 3 % in Jilin , 2,9 % in Hebei , 2,6 % in Xinjiang , 2,4 % in Heilongjiang , 1,5 % in Qinghai , 1,4 % in Henan | Mongolische Schrift , siehe auch Mongolische Silbenzeichen |
| Mulam | Mulao | ä»«äœŹæ— | MĂčlǎozĂș | | 216.500 | 82,1 % in Guangxi , 13,7 % in Guizhou , 2,3 % in Guangdong | nein |
| Naxi , Nahsi, Nakhi, Mosuo, Moso, Na, Malimasa | Naxi | çșłè„żæ— | NĂ xÄ«zĂș | | 326.770 | 95,7 % in Yunnan , 2,8 % in Sichuan | nur im sakralen Bereich: Dongba-Schrift |
| Nu , Ayi, Lama, Nusu, Nung, Zaozou | Nu | 怒族 | NĂčzĂș | | 37.538 | 96,45 % in Yunnan , 1,4 % in Tibet | nein |
| Oroqen , Orotschonen, Birarchen, Kumarchen, Mergen-Tungusen | Oroqen | 鄂䌊昄族 | ÈlĂșnchĆ«nzĂș | Orončon | 8.689 | 45,38 % in Heilongjiang , 41,8 % in der Inneren Mongolei , 2,26 % in Liaoning , 1,9 % in Peking , 1,63 % in Hebei , 1,28 % in Jilin , 1,13 % in Shandong | nein |
| Primi , Pumi, Xifan, Hsifan | Pumi | æ™źç±łæ— | PǔmǐzĂș | phʐáșœmi | 42.941 | 98 % in Yunnan , 0,5 % in Sichuan | nein |
| Qiang , Ch’iang | Qiang | 矌族 | QiāngzĂș | | 310.081 | 98,3 % in Sichuan , 0,5 % in Guizhou | nein |
| Russen | Russ | äż„çœ—æ–Żæ— | ÉluĂłsÄ«zĂș | РуссĐșОД | 15.416 | 57,2 % in Xinjiang , 32,2 % in der Inneren Mongolei , 1,7 % in Heilongjiang , 1,4 % in Peking | Russische Schrift |
| Salar | Salar | 撒拉族 | SālāzĂș | Salar | 130.633 | 81,98 % in Qinghai , 10,35 % in Gansu , 2,85 % in Xinjiang , 0,72 % in Shanghai , 0,63 % in Guangdong | nein |
| She | She | ç•Č族 | ShēzĂș | | 709.314 | 52,9 % in Fujian , 24,1 % in Zhejiang , 10,9 % in Jiangxi , 6,3 % in Guizhou , 4 % in Guangdong | nein |
| Sui | Sui | 氎族 | ShuǐzĂș | – | 412.046 | 90,9 % in Guizhou , 3,8 % in Guangxi , 3,1 % in Yunnan , 0,7 % in Jiangsu | die Sui-Schrift ist außer Gebrauch |
| Tadschiken | Tajik | ćĄ”ć‰ć…‹æ— | TǎjĂ­kĂšzĂș | tuÊ€ik, ĐąĐŸÒ·ĐžĐș | 51.075 | 92,53 % in Xinjiang , 6,59 % in Zhejiang , 0,32 % in Guangdong | nicht in China |
| Tataren | Tatar | ćĄ”ćĄ”ć°”æ— | Tǎtǎ’ěrzĂș | йатарлар | 3.562 | 91,02 % in Xinjiang , 1,54 % in Guangdong , 0,67 % in Guangxi , 0,65 % in Peking | nicht in China |
| Tau , Tao, Dau, Dao, Yami, Yamei | – | 達悟族 | DĂĄwĂčzĂș | | (3872) | Lan Yu | Lateinschrift |
| Tibeter | Zang | 藏族 | ZĂ ngzĂș | | 6.286.487 | 44,8 % in Tibet , 23,4 % in Sichuan , 20,1 % in Qinghai , 8,2 % in Gansu , 2,4 % in Yunnan | Tibetische Schrift |
| Tu , Monguor, Chagaan Monggol („Weiße Mongolen“) | Tu | ćœŸæ— | TǔzĂș | maƋɡuer , moƋɡuer | 289.850 | 77,8 % in Qinghai , 12,6 % in Gansu , 1,9 % in Guangdong , 1,3 % in Yunnan , 1,2 % in Guizhou , 1,2 % in Xinjiang | Lateinschrift im Versuchsstadium |
| Tujia | Tujia | ćœŸćź¶æ— | TǔjiāzĂș | | 8.363.987 | 32,9 % in Hunan , 27,1 % in Hubei , 17,8 % in Guizhou , 17,7 % in Chongqing , 1,7 % in Guangdong , 0,7 % in Zhejiang | nein |
| Uiguren , Uighuren | Uygur | ç»ŽćŸć°”æ— | WĂ©iwĂș’ěrzĂș | ŰŠÛ‡ÙŠŰșÛ‡Ű± (UyÆŁur) | 10.071.394 | 99,4 % in Xinjiang , 0,1 % in Hunan | Uigurische Schrift |
| Usbeken , Ozbek | Uzbek | äčŒć­œćˆ«ć…‹æ— | WĆ«zÄ«biĂ©kĂšzĂș | O‘zbeklar | 10.582 | 97,8 % in Xinjiang , 0,4 % in Guangxi , 0,3 % in Guangdong | nicht in China |
| Va , Wa, Awa, Lawa, Parauk | Va | 䜀族 | WǎzĂș | Ba rāog | 429.866 | 96,6 % in Yunnan , 1,2 % in Shandong , 0,4 % in Henan | Va-Schrift mit lateinischem Alphabet |
| Vietnamesen , Gin, Kinh | Gin | äșŹæ— | JÄ«ngzĂș | | 28.236 | 89,4 % in Guangxi , 2,85 % in Guizhou , 2,3 % in Yunnan , 1,3 % in Guangdong , 1,2 % in Jiangxi , 0,6 % in Hainan | nicht in China |
| Xibe , Sibe, Sibo | Xibe | é”ĄäŒŻæ— | XĂ­bĂłzĂș | | 191.019 | 70,2 % in Liaoning , 18,3 % in Xinjiang , 4,7 % in Heilongjiang , 1,7 % in Jilin , 1,6 % in der Inneren Mongolei | Xibenische Schrift |
| Yao , Mien | Yao | 瑶族 | YĂĄozĂș | | 2.798.111 | 55,8 % in Guangxi , 26,7 % in Hunan , 7,7 % in Guangdong , 7,2 % in Yunnan , 1,7 % in Guizhou | zwei Schriften: Mian und Bunu |
| Yi , Lolo, Norsu, Sani | Yi | ćœæ— | YĂ­zĂș | ꆇꉙ (Nuoxhxop) | 8.721.452 | 60,6 % in Yunnan , 27,3 % in Sichuan , 10,9 % in Guizhou | Yi-Schrift , siehe auch Yi-Silbenzeichen |
| Yugur , Gelbe Uiguren, Sari Yogur | Yugur | èŁ•ć›ș族 | YĂčgĂčzĂș | | 14.413 | 94,5 % in Gansu , 2,2 % in Xinjiang , 1 % in Qinghai | nein |
| Zhuang | Zhuang | ćŁźæ— | ZhuĂ ngzĂș | Bouxcuengh (BouчcueƋь) | 16.937.662 | 87,8 % in Guangxi , 7,1 % in Yunnan , 3,5 % in Guangdong | Zhuang-Schrift |

1 Stichtag des Zensus war der 1. November 2010, 0.00 Uhr. Der Zensus fand mit Ausnahme von Hongkong und Macau in allen Gebieten statt, in denen die Regierung der VR China die tatsĂ€chliche administrative Gewalt ausĂŒbt, also z. B. nicht in Taiwan, Penghu, Jinmen, Mazu, Taiping, Dongsha und SĂŒdost-Tibet. FĂŒr die Gebiete, in denen der Zensus nicht durchgefĂŒhrt wurde bzw. werden konnte, wurden fĂŒr den Stichtag folgende Einwohnerzahlen ermittelt (eine ethnische Untergliederung fand nicht statt): Hongkong: 7.097.600; Macao: 552.300; alle Gebiete unter Kontrolle der Republik China: 23.162.123; SĂŒdost-Tibet: keine Angaben.

Nicht als (eigenstÀndige) NationalitÀten anerkannte Völker und ethnische Gruppen Chinas

In China gibt es zahlreiche ethnische Gruppen, die nicht von einer der beiden chinesischen Regierungen offiziell anerkannt wurden. So werden zum Beispiel die Hui von der Regierung der Republik China nicht als NationalitĂ€t anerkannt, sondern stattdessen als Han muslimischen Glaubens betrachtet. FĂŒr alle nicht anerkannten ethnischen Gruppen gilt, dass sie im Chinesischen nach dem Ethnonym nicht mit dem Zusatz zĂș (chinesisch 族) fĂŒr „NationalitĂ€t“, sondern mit dem Zusatz rĂ©n (chinesisch äșș) fĂŒr „Menschen“ bezeichnet werden. GrundsĂ€tzlich muss man aber zwischen zwei Varianten der „Nicht-Anerkennung“ unterscheiden: Einige ethnische Gruppen sind zwar als Teil einer NationalitĂ€t anerkannt, nicht aber als eigenstĂ€ndige NationalitĂ€t. Andere ethnische Gruppen sind ĂŒberhaupt (noch) nicht als NationalitĂ€t anerkannt. Beim Zensus des Jahres 2000 wurden in der VR China 734.438 Menschen in dieser zweiten Kategorie gezĂ€hlt. In der Republik China wird die Bevölkerungszahl der elf nicht anerkannten Ureinwohner-Gruppen auf etwa 100.000 geschĂ€tzt.

Ethnische Gruppen, die nicht als eigenstÀndige NationalitÀten anerkannt sind

Einige dieser ethnischen Gruppen wurden – aus der Sicht eines Teils ihrer ReprĂ€sentanten – einer „falschen“ NationalitĂ€t zugeordnet und möchten sich entweder als eigenstĂ€ndige NationalitĂ€t konstituieren, oder einer anderen, bereits existierenden NationalitĂ€t zugeordnet werden. In diese Kategorie gehören u. a. die Abdal (offiziell Uiguren), die Mosuo (offiziell zum Teil Naxi, zum Teil Mongolen), die Baima (offiziell Tibeter), die Gejia (ćź¶äșș, offiziell Miao) und die Kucong (offiziell Lahu).

Andere ethnische Gruppen wurden auf nachdrĂŒcklichen eigenen Wunsch einer NationalitĂ€t zugeordnet, zu der sie aus ethnologischer und historischer Sicht nicht gehören. Dazu zĂ€hlen zum Beispiel die Tuwiner in Xinjiang, die Teil der Mongolen sein und bleiben wollten und die Yao auf der Insel Hainan, die unbedingt zu den Miao zĂ€hlen wollten. Andere, besonders kleine Gruppen, wie zum Beispiel die Qiakala, haben sich damit abgefunden, einer großen NationalitĂ€t, hier den Mandschu, zugerechnet zu werden. Gleiches gilt fĂŒr die Utsul (bzw. Hutsul oder Utsat, eine nach China migrierte Gruppe von Cham), die wie zahlreiche andere muslimische Lokalgruppen offiziell als Hui klassifiziert wurden. In gewisser Weise kann man auch die Untergruppen einiger großer Völker Chinas in diese Kategorie zĂ€hlen. So sind zum Beispiel Burjaten und Oiraten außerhalb Chinas eigenstĂ€ndige Völker, zĂ€hlen innerhalb Chinas aber beide zu den Mongolen, ohne dies jemals in Frage gestellt zu haben. Gleiches gilt fĂŒr die TĂ y und Nung, die in Vietnam eigenstĂ€ndige Völker sind, sich in China aber als ein Volk, die Zhuang, betrachten.

Einen Sonderfall stellen die Angehörigen der zahlreichen Untergruppen der Han-NationalitĂ€t dar. Die meisten von ihnen betrachten sich selbst als Han und gleichzeitig als Angehörige einer distinkten Untergruppe. Aber einige, zum Beispiel die Chuanqing in Anshun, Provinz Guizhou, setzen sich fĂŒr ihre Anerkennung als Minderheiten-NationalitĂ€t ein. Weitere wichtige ethnische Gruppen innerhalb der Han-NationalitĂ€t sind zum Beispiel:

‱ die Hakka (chinesisch ćźąćź¶äșș, Pinyin KĂšjiārĂ©n) in Guangdong, Fujian, Taiwan, Jiangxi, Sichuan und Hainan;
‱ die Hoklo (chinesisch çŠäœŹäșș, Pinyin FĂșlǎorĂ©n) in Fujian, Taiwan, Guangdong und Hainan;
‱ die Tanka (chinesisch èœ‘ćź¶äșș, Pinyin DĂ njiārĂ©n) in Guangdong, Fujian, Guangxi, Hainan und Zhejiang;
‱ die Lingao (chinesisch 䞎高äșș, Pinyin LĂ­ngāorĂ©n) im Kreis Lingao der Provinz Hainan und den angrenzenden Kreisen;
‱ die Cun (chinesisch 村äșș, Pinyin CĆ«nrĂ©n) in der Stadt Dongfang und im Autonomen Kreis Changjiang der Provinz Hainan;
‱ die Waxiang (chinesisch 瓩äčĄäșș, Pinyin WǎxiāngrĂ©n) in Yuanling, Jishou, Chenxi, Guzhang und Zhangjiajie im Westen der Provinz Hunan.

Ethnische Gruppen, die nicht als NationalitÀten anerkannt sind

Beide chinesische Regierungen, die der Volksrepublik und die der Republik China, verfolgen gegenĂŒber den ethnischen Minderheiten eine Politik der „Anerkennung“, wenn auch nach unterschiedlichen Kriterien und natĂŒrlich auf Grundlage der unterschiedlichen ethnischen Gegebenheiten der jeweils von ihnen verwalteten Gebiete. WĂ€hrend der Zustand der fehlenden Anerkennung in der Republik China keine besondere Bedeutung hat und die betreffenden Gruppen – solange die Anerkennung fehlt – einfach Teil der Mehrheitsbevölkerung sind, handelt es sich in der Volksrepublik China um einen Status, der bei den regelmĂ€ĂŸigen VolkszĂ€hlungen getrennt erfasst wird und damit offiziellen Charakter hat. Er bedeutet, dass der Staat offiziell anerkennt, dass die betreffende ethnische Gruppe keiner bereits existierenden NationalitĂ€t angehört. Dieser Status ist fĂŒr die meisten Betroffenen leichter zu akzeptieren, als die Zuordnung zu einer existierenden NationalitĂ€t, mit der sie sich wenig oder ĂŒberhaupt nicht identifizieren. So bemĂŒhen sich zum Beispiel die Gejia und die Chuanqing intensiv, sich diesen Status zu erhalten bzw. ihn wieder zu erlangen. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede: So kann man davon ausgehen, dass zum Beispiel bei Caijia, Hu und Songjia in den nĂ€chsten Jahren die Zuordnung zu einer existierenden NationalitĂ€t erfolgen wird. Hingegen hat der Status zum Beispiel fĂŒr die Deng, Khmu, MáșŁng und Sherpa ganz offensichtlich dauerhaften Charakter, der es ermöglicht, sie auf Provinzebene (hier: Tibet und Yunnan) mit den anerkannten Minderheiten-NationalitĂ€ten gleichzustellen.

Sonderfall: Chinesische Juden

Einen Sonderfall stellen die Juden in China (chinesisch çŠčć€Șäșș, Pinyin Youtairen) dar. In der Volksrepublik zĂ€hlen sie etwa 1700 Personen (davon allein etwa 1000 in Hongkong), in der Republik China (Taiwan) weitere etwa 200 Personen. Einige Juden hatten in den 1950er Jahren und erneut in den 1980er Jahren ihre Anerkennung als eigenstĂ€ndige NationalitĂ€t beantragt. Diese wurde abgelehnt. Viele Nachfahren der chinesischen Juden klassifizieren sich offenbar inzwischen selbst als Han oder Hui. Einige scheinen aber auf dem Status, nicht klassifiziert zu sein, zu bestehen. So kann angenommen werden, dass es sich bei den 30 Personen, die laut VolkszĂ€hlung im Jahre 2000 in Kaifeng den Status „nicht klassifiziert“ zugesprochen bekamen, um Juden bzw. Nachfahren von Juden gehandelt hat. Gleiches gilt vermutlich fĂŒr einen Teil der „nicht klassifizierten“ Personen in Shanghai, Harbin und einigen anderen StĂ€dten.

Sonderfall: Provinz Guizhou

Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/2010

Bei den VolkszĂ€hlungen der Jahre 1982, 1990 und 2000 wurden allein in der Provinz Guizhou jeweils 748.080, 733.400 und 710.486 Menschen als „ethnisch nicht klassifiziert“ eingeordnet. Das waren 93,5 %, 97,5 % und 96,74 % aller Menschen dieser Kategorie in der gesamten Volksrepublik. WĂ€hrend offiziell nicht anerkannte ethnische Gruppen aus Tibet (Deng und Sherpa) oder Yunnan (Mang, Khmu und Hu) in chinesischen Publikationen immer wieder ausfĂŒhrlich erwĂ€hnt und beschrieben werden, sind Informationen ĂŒber die quantitativ so großen Gruppen Guizhous eher spĂ€rlich und meistens knapp gehalten. Einer der GrĂŒnde dafĂŒr dĂŒrfte die Ansicht der chinesischen Regierung sein, den „Sonderfall Guizhou“ spĂ€testens bis zur VolkszĂ€hlung (November 2010) gelöst zu haben, d. h., die Zahl der Menschen, die offiziell keine anerkannte NationalitĂ€t haben, drastisch zu vermindern, auf ein Maß, das auch in anderen, durchschnittlichen Provinzen anzutreffen ist. Dabei wurden und werden die diversen nicht anerkannten ethnischen Gruppen den nĂ€chst verwandten (oder aus anderen GrĂŒnden „passenden“) bereits anerkannten NationalitĂ€ten zugeordnet. Im Jahre 1981 gab es in Guizhou noch 23 ethnische Gruppen ohne offizielle Zuordnung zu einer NationalitĂ€t. Es waren dies:

| 1981 offiziell nicht klassifiziert | Chinesisch | Pinyin | Verbreitungsgebiete | Bevölkerungszahl (1985) | Jahr der Klassifikation | Klassifiziert als: |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Caijia | è”Ąćź¶äșș | CĂ ijiārĂ©n | Qianxi , Qixingguan , Nayong , Hezhang , Zhijin , Shuicheng , Liuzhi | 20.000 | – | – |
| Changpao Yao | é•żèąç‘¶ | ChĂĄngpĂĄo YĂĄo | Libo , Wangmo | 300 (zusammen mit den Youmai, s. u.) | 1982–1985 | Yao |
| Chenzhou | èŸ°ć·žäșș | ChĂ©nzhƍurĂ©n | Pingtang | unklar | 1982–1985 | Han |
| Chuanqing | ç©żé’äșș | ChuānqÄ«ngrĂ©n | Bijie (vor allem Zhijin und Nayong ), Anshun , Liupanshui | ĂŒber 600.000 | nach 1996 | Han (wird erneut ĂŒberprĂŒft) |
| Diao | 戁äșș | DiāorĂ©n | Congjiang | 984 (zusammen mit den Xialusi, s. u.) | 1982–1985 | Dong |
| Dongjia | äžœćź¶äșș | DƍngjiārĂ©n | Majiang , Kaili , Duyun , Fuquan | ĂŒber 40.000 | 1996 | She |
| Gejia | ćź¶äșș | GějiārĂ©n | Huangping , Kaili , Guanling , Shibing | 40.000 | nach 1996 | Miao (wird erneut ĂŒberprĂŒft) |
| Laba | 文揭äșș | LǎbārĂ©n | Qinglong , Pu’an , Liuzhi , Shuicheng , Pan , Longli | ĂŒber 60.000 | 1982–1985 | Miao |
| Limin | 里民 | LǐmĂ­n | Qinglong , Guanling , Zhenning , Shuicheng | 70.000 | 1982–1985 | Yi |
| Liujia | 慭ç”Čäșș | LiĂčjiǎrĂ©n | Rongjiang | 152 | 1982–1985 | Han |
| Longjia | éŸ™ćź¶äșș | LĂłngjiārĂ©n | Bijie , Anshun , Liupanshui | ĂŒber 10.000 | 1988 | Bai |
| Lu | 捱äșș | LĂșrĂ©n | Qianxi , Jinsha , Dafang | 7747 | 1982–1985 | Manju |
| Mojia | èŽ«ćź¶äșș | MĂČjiārĂ©n | Dushan , Libo | 17.017 | 1982–1985 | Bouyei |
| Mulao | æœšäœŹäșș | MĂčlǎorĂ©n | Majiang , Kaili , Duyun , Fuquan , Weng’an | 28.000 | 1993 | Mulam |
| Nanjing | 捗äșŹäșș | NĂĄnjÄ«ngrĂ©n | Bijie , Anshun , Liupanshui | 61.171 | 1982–1985 | Han |
| Qixing | äžƒć§“æ°‘ | QÄ«xĂŹngmĂ­n | Shuicheng , Weining , Hezhang | 7589 | 1982–1985 | Bai |
| Raojia | 绕柶äșș | RĂ ojiārĂ©n | Majiang , Duyun | ĂŒber 9000 | 1992 | Yao |
| Sanqiao | äž‰æ’Źäșș / 侉é”čäșș | SānqiĂ orĂ©n / SānqiāorĂ©n | Liping | 2374 | 1982–1985 | z. T. Miao , z. T. Dong |
| Xialusi | äž‹è·Żćžäșș | XiĂ lĂčsÄ«rĂ©n | Congjiang | 984 (zusammen mit den Diao, s. o.) | 1982–1985 | Dong |
| Xijia | è„żćź¶äșș | XÄ«jiārĂ©n | Kaili , Duyun , Majiang | ĂŒber 9000 | 1982–1985 | Miao |
| Yanghuang | äœŻäș»é»„äșș | YĂĄnghuĂĄngrĂ©n | Pingtang , Dushan , Huishui , Luodian | 40.000 | 1990 | Maonan |
| Yiren | çŸżäșș / ćŒˆäșș | YĂŹrĂ©n / YĂŹrĂ©n | Qixingguan ; in Sichuan : Xuyong und Gulin | 1015 (in Sichuan: ĂŒber 300) | 1982–1985 | Gelao ; in Sichuan: z. T. Yi , z. T. Han |
| Youmai | æČčèżˆäșș | YĂłumĂ irĂ©n | Libo , Wangmo | 300 (zusammen mit den Changpao Yao, s. o.) | 1982–1985 | Yao |

Ganz ĂŒberwiegend verliefen diese Klassifizierungen im EinverstĂ€ndnis mit der jeweils betroffenen Bevölkerung und wurden auch akzeptiert. Verblieben sind vier Probleme:

‱ Bis auf die 1140 Betroffenen im Sondergebiet Liuzhi, die im Oktober 1989 auf eigenen Wunsch hin als Angehörige der Yi-NationalitĂ€t klassifiziert wurden, bleiben etwa 20.000 Caijia Guizhous nach wie vor ohne offizielle ethnische Zugehörigkeit.
‱ Die Songjia (柋柶äșș) in Wudang, Kaiyang, Xiuwen, Longli und Guiding haben erst in den 2000er Jahren einen Antrag auf Klassifikation gestellt, ĂŒber den noch nicht entschieden wurde. Im GesprĂ€ch sind die Zuordnung zu den Miao, den Bouyei oder den Han.
‱ Die 40.000 Gejia sind mit ihrer Klassifizierung als Miao derart unzufrieden, dass sie weiter fĂŒr ihre Anerkennung als eigenstĂ€ndige NationalitĂ€t kĂ€mpfen. Ob sie beim Zensus im November 2010 als „Miao“ oder als „nicht klassifiziert“ eingeordnet werden, bleibt noch abzuwarten.
‱ Die ĂŒber 600.000 Chuanqing sind bisher nicht bereit, ihre Klassifizierung als Han zu akzeptieren. Sie machten beim Zensus des Jahres 2000 den allergrĂ¶ĂŸten Teil der „nicht klassifizierten“ in Guizhou aus. Sollten sie beim Zensus im November 2010 als „Han“ gezĂ€hlt werden, wĂŒrde die Zahl der „nicht klassifizierten“ in Guizhou definitiv unter 100.000 sinken.

Innerhalb Guizhous konzentrierte sich beim Zensus des Jahres 2000 die große Mehrheit der „nicht klassifizierten“ auf wenige Kreise, kreisfreie StĂ€dte und Stadtbezirke. Vor allem in Zhijin, Nayong und Dafang handelt es sich dabei nahezu komplett um Chuanqing.

| Kreis/Stadt/Stadtbezirk | Einwohner | davon ohne ethnische Klassifizierung | Anteil an der Kreisbevölkerung | Anteil an der nicht klassifizierten Bevölkerung Guizhous | Anteil an der nicht klassifizierten Bevölkerung Chinas |
|---|---|---|---|---|---|
| Zhijin | 825.350 | 239.369 | 29 % | 33,69 % | 32,59 % |
| Nayong | 661.772 | 224.840 | 33,98 % | 31,65 % | 30,61 % |
| Dafang | 851.729 | 60.366 | 7,09 % | 8,5 % | 8,22 % |
| Guanling | 280.755 | 60.071 | 21,4 % | 8,45 % | 8,18 % |
| Qingzhen | 471.305 | 24.985 | 5,3 % | 3,52 % | 3,4 % |
| Puding | 353.803 | 23.256 | 6,57 % | 3,27 % | 3,17 % |
| Huangping | 292.121 | 19.733 | 6,76 % | 2,78 % | 2,67 % |
| Zhongshan | 453.293 | 16.712 | 3,69 % | 2,35 % | 2,28 % |
| Kaili | 433.236 | 12.078 | 2,79 % | 1,7 % | 1,64 % |

Neben diesen – auch durch den Zensus – offensichtlichen Problemen und ungelösten Fragen der ethnischen Klassifikation in Guizhou, scheint es auch noch ein paar nicht so offensichtliche Probleme zu geben. Als Beispiel sei hier die angebliche „Li“-Bevölkerung Guizhous genannt. Bei der VolkszĂ€hlung des Jahres 2000 wurden in Guizhou 56.082 angebliche „Li“ gezĂ€hlt. Diese Zahl kann unmöglich stimmen. Die Li sind die Ureinwohner der Inselprovinz Hainan und haben vor und nach GrĂŒndung der VR China ihre Heimatinsel nur in vergleichsweise geringer Zahl verlassen. NatĂŒrlich steigt die Zahl von Bevölkerungsbewegungen in einer modernen Gesellschaft und so ziehen selbstverstĂ€ndlich Li in wachsender Zahl aus beruflichen oder persönlichen GrĂŒnden (Heirat) in andere Provinzen. So können die 316 Li, die laut Zensus 2000 in der Provinz Sichuan oder auch die 1426 Li, die in der Provinz Yunnan leben, durchaus ernst genommen werden. Die Zahl fĂŒr Guizhou ist aber – zurĂŒckhaltend gerechnet – wenigstens 50-mal zu hoch. Dieses RĂ€tsel ist relativ leicht zu lösen: Im Namen der in der obigen Tabelle der 23 nicht klassifizierten Gruppen des Jahres 1981 genannten 70.000 Limin steht das Li fĂŒr das Ethnonym und min einfach nur fĂŒr „Volk“, „Menschen“. Zwar schreiben sich die „echten“ Li von Hainan mit dem Schriftzeichen 黎, die Guizhouer Limin hingegen (eigentlich) mit dem Schriftzeichen 里, aber ein Abgleich der Hauptsiedlungsgebiete der Limin (Qinglong, Guanling, Zhenning, Shuicheng) mit den Kreisen, in denen die meisten Menschen leben, denen es gelang, sich als Li klassifizieren zu lassen, legt die Schlussfolgerung nahe, dass diese beiden Gruppen identisch oder wenigstens grĂ¶ĂŸtenteils identisch sein dĂŒrften:

| Kreis | Einwohner | davon klassifiziert als Li | Anteil an der Kreisbevölkerung | Anteil an der als „Li“ klassifizierten Bevölkerung Guizhous |
|---|---|---|---|---|
| Pu’an | 259.881 | 13.045 | 5,02 % | 23,26 % |
| Zhenning | 308.569 | 10.135 | 3,28 % | 18,07 % |
| Qinglong | 258.031 | 7.778 | 3,01 % | 13,87 % |
| Guanling | 280.755 | 7.090 | 2,53 % | 12,64 % |
| Pan | 1.070.802 | 5.302 | 0,5 % | 9,45 % |
| Shuicheng | 678.228 | 2 | 0,0 % | 0,004 % |

Einzig in Shuicheng scheinen die Limin ihre Klassifikation als Yi akzeptiert zu haben. Jedenfalls leben 44,6 % aller im Zensus der „echten“ Li-NationalitĂ€t zugerechneten Menschen in den Kreisen, die als Hauptsiedlungsgebiet der Limin genannt werden. Ob es sich in Pu’an und Pan auch um Limin handelt, oder sich auch eine andere einheimische ethnische Gruppe kurzerhand „Li“ nennt, ist noch zu untersuchen. Es bleibt auch abzuwarten, ob es beim kommenden Zensus (November 2010) gelingen wird, die Zahl der „Li“ in Guizhou drastisch nach unten zu korrigieren.

Liste der nicht als NationalitÀten anerkannten Völker und ethnischen Gruppen Chinas

| Name, Namensvarianten | Chinesisch | Pinyin | Untergruppen | Klassifikation der Sprache | Bevölkerungszahl | Verbreitungsgebiete in China | Status |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Caijia | è”Ąćź¶äșș | CĂ ijiārĂ©n | keine | Sino-Tibetisch , Sinitisch , Bai | ĂŒber 20.000 | Qianxi , Qixingguan , Nayong , Hezhang , Zhijin , Shuicheng und Liuzhi in Guizhou | offiziell nicht anerkannt |
| Deng , Dengba | ボäșș / ćƒœć·Žäșș | DĂšngrĂ©n / DĂšngbārĂ©n | Darang ( èŸŸèź©äșș ) und Geman ( 栌曌äșș ) | Sino-Tibetisch , Tibeto-Birmanisch , Nord-Assamisch | ĂŒber 1000 | ZayĂŒ in Tibet | offiziell nicht anerkannt |
| Hu | 户äșș | HĂčrĂ©n | keine | Austro-Asiatisch , Mon-Khmer , Nördliches Mon-Khmer | ca. 1500 | Mengla und Jinghong in Yunnan | offiziell nicht anerkannt |
| Ili-TĂŒrken | äŒŠçŠćœŸć°”ć…‹äșș | YÄ«lĂ­ Tǔ’ěrkĂšrĂ©n | keine | Altaisch , Turkisch , Ost-Turkisch | 100–200 | Gulja in Xinjiang | unklar (wurden möglicherweise inzwischen als „Usbeken“ klassifiziert) |
| Khabit , Buxing | 濅漚äșș | BĂŹdĂŹngrĂ©n | keine | Austro-Asiatisch , Mon-Khmer , Nördliches Mon-Khmer, Khmuisch, Khao | ĂŒber 600 | Mengla in Yunnan | unklar (werden möglicherweise inzwischen als Teil der Khmu betrachtet) |
| Khmu , Kammu, Khammu | ć…‹æœšäșș | KĂšmĂčrĂ©n | Manmet ( ć…‹è”‘äșș ) und Kuanren ( ćźœäșș ) | Austro-Asiatisch , Mon-Khmer , Nördliches Mon-Khmer, Khmuisch, Mal-Khmu’ | ca. 5000 | Mengla und Jinghong in Yunnan | offiziell nicht anerkannt |
| MáșŁng 1 | 莜äșș | MǎngrĂ©n | keine | Austro-Asiatisch , Mon-Khmer , Nördliches Mon-Khmer | ĂŒber 500 | Jinping in Yunnan | seit 2009 offiziell Teil der Blang |
| Sherpa | ć€ć°”ć·Žäșș | Xià’ěrbārĂ©n | keine | Sino-Tibetisch , Tibeto-Birmanisch , Bodisch , Tibetanisch | ca. 2600 | DinggyĂȘ und Nyalam in Tibet | offiziell nicht anerkannt |
| Songjia | 柋柶äșș | SĂČngjiārĂ©n | keine | | unklar | Wudang , Kaiyang , Xiuwen , Longli und Guiding in Guizhou | offiziell nicht anerkannt |
| Thami , Tami | 楔米äșș | TǎmǐrĂ©n | keine | Sino-Tibetisch , Tibeto-Birmanisch , West-Himalayisch | ca. 500 | Nyalam in Tibet | unklar |

1 Die MáșŁng sind nicht zu verwechseln mit den Mường (芒族) in Vietnam. Auch die Mehrheit der Mang lebt in Vietnam und wird dort MáșŁng (ca. 2100 Menschen) genannt.

Siehe auch
Literatur

‱ June Teufel Dreyer: China’s forty millions. Minority nationalities and national integration in the People’s Republic of China. Harvard University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-674-11964-9.
‱ Wolfram Eberhard: China’s minorities. Yesterday and today. Wadsworth, Belmont 1982, ISBN 0-534-01080-6.
‱ Fei Hsiao Tung [Fei Xiaotong]: Toward a people’s anthropology. New World Press, Peking 1981.
‱ Thomas Heberer: NationalitĂ€tenpolitik und Ethnologie in der Volksrepublik China. Übersee-Museum, Bremen 1982, ISBN 3-88299-035-X.
‱ Thomas Heberer: NationalitĂ€tenpolitik und Entwicklungspolitik in den Gebieten nationaler Minderheiten in China. UniversitĂ€t Bremen, Bremen 1984, ISBN 3-88722-087-0.
‱ Thomas Heberer (Hrsg.): Ethnic minorities in China. Tradition and transformation. Rader, Aachen 1987, ISBN 3-922868-68-1.
‱ Ma Yin: Die nationalen Minderheiten in China. Verlag fĂŒr fremdsprachige Literatur, Peking 1990, ISBN 7-119-00010-1.
‱ Colin Mackerras: China’s minorities. Integration and modernization in the twentieth century. (Hong Kong etc., Oxford University Press 1994), ISBN 0-19-585988-X.
‱ National minorities in new China. (Beijing, Verlag fĂŒr fremdsprachige Literatur 1954).
‱ Ogawa Yoshikazu ć°ć·äœłäž‡: Shakaishugi ChĆ«goku ni okeru shƍsĆ« minzoku kyƍiku: „minzoku byƍdƍ“ rinen no tenkai. ç€ŸäŒšäž»çŸ©äž­ć›œă«ăŠă‘ă‚‹ć°‘æ•°æ°‘æ—æ•™è‚Č:ă€Œæ°‘æ—ćčłç­‰ă€ç†ćż”た汕開. Tƍshindƍ æ±äżĄć ‚, Tokio 2001, ISBN 4-88713-384-7.
‱ Edgar Tomson: Die Volksrepublik China und das Recht nationaler Minderheiten. Metzner, 1963.
‱ Zhang Weiwen; Zeng Qingman: In search of China’s minorities. New World Press, Peking 1993, ISBN 7-80005-176-5.

Weblinks

Commons

: Völker Chinas

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ NationalitĂ€ten und NationalitĂ€tenpolitik in der VR China. Marxistische BlĂ€tter, Juli 2008, abgerufen am 25. Juni 2015.
cite-note-bloxhammoses2010-22. ↑ Donald Bloxham, A. Dirk Moses: The Oxford Handbook of Genocide Studies. Oxford University Press, 2010, ISBN 978-0-19-161361-6, S. 150 ff. (englisch, google.com).
cite-note-33. ↑ Klemens Ludwig: Vielvölkerstaat China. Die nationalen Minderheiten im Reich der Mitte. C.H. Beck, MĂŒnchen 2009, ISBN 978-3-406-59209-6, S. 13–16.
cite-note-44. ↑ 侭捎äșșæ°‘ć…±ć’Œć›œć›œćź¶æ ‡ć‡† äž­ć›œć„æ°‘æ—ćç§°çš„çœ—é©Źć­—æŻæ‹Œć†™æł•ć’Œä»Łç  – „Nationale Standards der Volksrepublik China: Schreibweise und Codes der Namen verschiedener ethnischer Gruppen in China im lateinischen Alphabet“. (pdf; 180 kB) 1. April 1992, S. 484–490, abgerufen am 4. Oktober 2024 (chinesisch (vereinfacht)).